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3. Regulierung: Rechtliche Rahmenbedingungen in den Zielmärkten beeinflussen die Kauf-
entscheidungen der Kunden und können als Wachstumstreiber für den Absatz der Gesell-
schaft fungieren. So steht weltweit der Trend zur Reduzierung der Emissionen im Fokus
der Gesetzgeber, die zu einer stärkeren Nachfrage nach energieeffizienteren und schad-
stoffarmen Trucks und Trailern führen kann. So gelten in der Europäischen Union von
2011 an mit der sogenannten Euro-5-Norm bzw. ab 2015 mit der Euro-6-Norm schärfere
Emissionsgrenzen. Überdies ist dabei die Entwicklung der Sicherheitsstandards wie etwa
die Verkürzung von Bremswegen oder die Sicherung der Ladung zu nennen.
I.6 Unternehmenssteuerung
Das unternehmensinterne Steuerungssystem orientiert sich am Geschäftsverlauf der jeweili-
gen Business Units. Primär stehen Kundenstruktur und -zufriedenheit sowie Marktanteils-
entwicklung, Umsatz und Ergebnis der Business Units im Fokus. Wesentliche Zielgröße ist
die Bruttomarge, die bestimmt ist durch Preise, Mengen, Kosten und den Mix der abgesetz-
ten Produkte.
Zentrale Steuerungsgröße ist das EBIT bzw. das bereinigte EBIT. Grund für die Bereinigung
ist, dass im Zuge des Zusammenschlusses, des Börsengangs und der Restrukturierung zahl-
reiche Kosten angefallen sind, die nicht originär dem operativen Geschäft zuzurechnen sind
und daher zu einem verzerrten Bild der tatsächlichen Ertragslage führen würden. Das EBIT
wird um folgende Effekte bereinigt: Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (Purchase
Price Allocation, PPA), Wertminderung Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte sowie
Restrukturierungs- und Integrationskosten. Besonderes Augenmerk gilt der Steuerung
des Cashflows, um über ausreichend Liquidität für die laufenden Zahlungsverpflichtungen
zu verfügen.
Weitere wichtige Steuerungsgrößen sind das Net Working Capital sowie der ROCE (Return
on Capital Employed) zur Messung der Ertragsstärke. Grundsätzlich strebt SAF-HOLLAND
eine nachfrageorientierte Produktion an, verbunden mit einem straffen Forderungs- und
Lieferantenmanagement, einer Reduzierung der Vorräte und Durchlaufzeiten sowie einer
effizienten Herstellung.
Unter den nichtfinanziellen Steuerungsgrößen steht bei SAF-HOLLAND die Liefertreue und
damit die Kundenbindung und -zufriedenheit im Mittelpunkt.
I.7 Angaben gem. Artikel 11 Abs. 3 des Übernahmegesetzes vom 19. Mai 2006
a) Angaben entsprechend Absatz a des Gesetzes (Struktur des Kapitals) sind auf Seite 19
dieses Geschäftsberichtes enthalten.
b) Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien.
c) Entsprechend den Anforderungen des Artikels 11 (1) c des luxemburgischen Gesetzes
vom 19. Mai 2006 stellen sich die wesentlichen Anteilseigner der SAF-HOLLAND S.A. wie
folgt dar: